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lanspot - Bürgernetze vor dem aus?
Wachstum des Dormagener Breitbandanbieters kann Erwartungen nicht erfüllen
Technik gut - Business Case schlecht. Auf diesen einfachen Nenner kommen Kenner der Internet-Branche mit ihrem Urteil über die Firma Lanspot aus Dormagen. In einer Pressemitteilung veröffentlichte das Unternehmen kürzlich die Zahl von 600 Kunden. Die für eine erfolgreiche Fortführung des Unternehmens erforderlichen Wachstumsraten liegen aber weit hinter den Erwartungen zurück. Nach inoffiziellen Angaben sollte die Zahl von 2000 Kunden bereits erreicht sein.
Offensichtlich kann die moderate Tarifstruktur die Kunden nicht im gewünschten Umfang überzeugen. Internetanbieter mit ähnlicher Marktausrichtung vertreten ein deutlich höheres Tarifniveau. Ein Tarifniveau wie es Lanspot vertritt, erfordet rasantes Wachstum. Zu langsames Wachstum hat negativen Einfluß auf den Return of Invest. D.h. zu geringe Umsätze belasten die Liquidität des Unternehmens, permanent wird zusätzliches Kapital benötigt. Der Aufbau von technischen Infrastrukturen ist bekanntermaßen ein sehr kapitalintensives Geschäft mit ehr langfristiger Ausrichtung. Investoren, die Kapital bereitstellen, erwarten Redite, denn Risikokapital dürfte nach fünf Jahren Geschäftsbetrieb niemand mehr zur Verfügung stellen.
2005 als ICA-Media e.K. gestartet, 2010 als Lanspot e.K. neu benannt, zwischenzeitlich als ICA-Media GmbH & Co. KG geführt. Viel Auf und Ab in der kurzen Firmengeschichte des Breitbandproviders, der sich auf die Versorgung DSL-unterversorgter Regionen, mittels Funktechnik ausgerichtet hat. Mittlerweile haben viele andere Unternehmen ebenfalls diesen alternativen Breitbandmarkt für sich entdeckt. Trotz des nach wie vor guten Umfeldes auf dem Telekommunikationsmarkt scheint Lanspot e.K. ein potentieller Übernahmekandidat zu sein.